EXPLOSIVE BREMEN  23.-26.05.2019   17. INTERNATIONALES FESTIVAL FÜR JUNGES THEATER

TANZ  THEATER  PERFORMANCE  MUSIC

 

EXPLOSIVE 2019

FESTIVALPROGRAMM

Die Eintrittspreise für alle Angebote des Festivals erfolgen nach Selbsteinschätzung.

The entrance fees for all offers of the festival are self-rated.

DONNERSTAG 23.05.2019

Internationales Tanztheater für junge Menschen und alle Anderen.

International dance theatre for young people and everyone else.

KLICK BUTTON

Kenji Shinohe

K(-A-)O

15 min // Japan

 

Thema des Stücks ist die Verwandlung von Gefühlen in Symbole.

In der Informationsgesellschaft scheinen die menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten für Gefühle zunehmend zu verarmen.

Im Internet können wir während einer Kommunikation völlig neutrale Gesichter haben, selbst wenn wir uns freuen oder traurig sind. Oder wir spielen sogar eine Emotion vor, die wir in diesem Moment aber gar nicht fühlen. Andererseits versenden wir Emoticons und Symbole, die unsere Stimmungen und Gefühle zeigen sollen, sie aber in starre Bilder fassen. Und indem wir das tun, nehmen unsere unendlichen Möglichkeiten, unsere Gefühle auszudrücken – wie die Gefühle selbst – ständig weiter ab. K(-A-)O wirft die Frage auf, wie wir wieder zurück zu unseren richtigen Gefühlen finden können.

The theme of the piece is the transformation of feelings into symbols. In the information society the human expression of feelings seems increasingly to be impoverished.


On the internet we can have completely neutral faces during a conversation, even if we're happy or sad. Or we even play an emotion that we don't feel at this moment.

On the other hand, we send out emoticons and symbols that are supposed to show our moods and emotions, but that they capture in rigid images. And as we do that, our infinite Ways of expressing our feelings – like the feelings themselves – are steadily waning. K (-A-) O raises the question of how to get back to our right feelings.

Choreographie & Tanz: Kenji Shinohe

Celine Bellut

JA est BI est BI est BI, version III

ca. 12 min // Frankreich

Dieses Solo ist eine Arbeit über Unordnung, Unberechenbarkeit und Kampf. Es ist eine Arbeit über Unvollkommenheit.

 

Deshalb habe ich daran gearbeitet, Ordnung, Vorhersagbarkeit und Perfektion in einer körperlichen Aktion zu schaffen, die für mich eine Herausforderung darstellt und daher unmöglich perfekt zu meistern ist: eine Wende. Im Dialog mit mir selbst vergleiche ich mithilfe der Videoarbeit die unbeabsichtigten Seitenbewegungen innerhalb einer vorhersagbaren Choreographie.

This solo is a work on disorder, unpredictability and struggle. It’s a work about imperfection. 

Therefore, I have been working on trying to create order, predictability and perfection inside a physical action extremely challenging for me, and therefore impossible to master perfectly: Turn. In dialogue with my selves, I am comparing, helped with video work, the unintended side movements inside a predictable choreography.

Choreographie & Tanz: Celine Bellut

WALLE-CENTER BREMEN

WALLE-CENTER BREMEN

LOCATION

LOCATION

Nach den Performances

gibt's Workshops mit den

Künstler*innen.

+

AB 11:30h

WORKSHOP

LOCATION

Hä*Wie?! Kollektiv

KLICK BUTTON

Internationales Tanztheater für Fachleute und alle Anderen.

OPEN SPACES  Experimentelles Format für Tanztheater und Workshops.

International dance theatre for professionals and everyone else.

OPEN SPACES – experimental format for dance theater and workshops.

KLICK BUTTON

Internationales Tanztheater für Alle.

International dance theatre for everyone.

DONNERSTAG 23.05.2019

WALLE-CENTER BREMEN

WALLE-CENTER BREMEN

LOCATION

Nach der Performance

gibt's einen Workshop mit den Künstlern.

AB 11:30h

WORKSHOP

+

OPEN SPACES

DONNERSTAG 23.05.2019

ca. 40 min // Deutschland

 

Die Bewegungen des alltäglichen Lebens sind uns oft so vertraut, dass wir sie kaum noch bewusst wahrnehmen. Unsere Arbeit ist der Versuch, die scheinbar vertrauten Bewegungen unvertraut (und umgekehrt) zu machen durch Repetition und Verfremdung mit der Frage: „Wer beherrscht hier eigentlich wen?“

 

Die Performance versteht sich als ein Raum, in dem möglichst viel Bewegung stattfindet. Bewegung hat das Ziel, Werte auszugleichen. Wir wollen einen Raum öffnen, in dem wir spielerisch mit unseren (Körper-)Mitteln eine offene Kommunikationsbasis schaffen. Diese beinhaltet in erster Linie keine konkrete Thematik, richtet jedoch den Fokus auf sublime und humorvolle Art auf umstrittene Kontexte, was Provokation bedeuten kann.

 

Ziel ist es, sowohl auf körperlicher als auch auf verbaler Ebene einen Austausch zu schaffen, in dem Bewegung / Veränderung stattfindet. Der Bühnenraum, in welchem sich das Publikum als ein aktiver Teil versteht, soll möglichst zugänglich sein – also eine Art „Dazwischensein“.

 

Es entsteht ein Spiel mit Identität und die Absicht, ein emotionales Wissen zu generieren, welches eine Forschung über die Gesellschaft und Individualität widerspiegelt.

The movements of everyday life are often so familiar to us that we barely consciously perceive them. Our work is the attempt to make the seemingly familiar movements unfamiliar (and vice versa) through repetition and alienation with the question: "Who actually controls whom?"

 

The performance sees itself as a space in which as much movement as possible takes place. Movement has the goal to balance values. We want to open a space in which we playfully create an open communication basis with our (physical) means. This does not involve a specific topic in the first place, but focuses the sublime and humorous way on controversial contexts, which can mean provocation.

 

The goal is to create an exchange on a physical as well as a verbal level in which movement / change takes place. The stage space, in which the audience sees itself as an active part, should be as accessible as possible - that is a kind of 'being in between'.

 

The performance creates a game of identity and the intention to generate an emotional knowledge that reflects a research on society and individuality.

Konzept & Performer: Nils Löfke, David Voigt und Markus Klukas

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

Antonia Koluiartseva & Ivan Strelkin

LOCATION

Blood of my soul

6 min // Russland

Die Grundidee des Duetts entstammt der Beobachtung von Ähnlichkeiten zwischen der Einstellung eines Mannes gegenüber einem Haustier und gegenüber einer Frau. Die Choreographin erforschte Muster des Sozialverhaltens, die auf ironische Weise von Geschlechterstereotypen bestimmt werden. Eine Frau wird von Männern gleichzeitig als Subjekt und Objekt behandelt. Diese Beziehung legt bestimmte soziale Rollen fest. Die Choreographie entstand aus der Erkundung des romantischen Engagements als Spiel- und Ritualfeld und reflektiert das Thema spielerisch.

 

The basic idea of the duet originates from observation of similarities between the attitude of a man to a pet and to a woman. The choreographer was researching patterns of social behavior, that is determined by gender stereotypes in an ironical way. A woman is treated by a men as a subject and an object at the same time. This relation sets certain social roles. The choreography emerged from the exploration of romantic commitment as a field of games and rituals and reflects on the topic in a playful way.

Choreographie: Antonia Koluiartseva

Tanz: Antonia Koluiartseva, Ivan Strelkin

KESSELHALLE

Samadhyana Company

LOCATION

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

KESSELHALLE

BetrAchtung

12 min // Brasilien

 

Was spielt der Moment für eine Rolle, wenn wir uns das erste Mal, das letzte Mal oder immer wieder aufs Neue betrachten? Es wird ein intimer Augenblick für Spontanes, Impulsives, und für Subjektivität kreiert. Eine komplett verausgabende, getanzte Mann-Frau-Betrachtung, die mit den Mitteln von Gravitations- und Zugkraft intensive Bilder hervorbringt.

 

What does the moment matter if we look at ourselves for the first time, the last time or over and over again? It creates an intimate moment for spontaneous, impulsive, and subjectivity. A completely exhausting, danced man-woman-contemplation that produces intense images with the means of gravitational and tensile force.

Choreographie: Danilo Valpassos Cardoso

Tanz: Ching-Mei Huang, Danilo Cardoso

Musik: Marco Girardin

Zandile Darko & Yasmien Ghrawi

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

KESSELHALLE

LOCATION

Song in Puppet Form

12 min // Irak, Deutschland

In einer Zeit der verstärkten Polarisierung, wenn Köpfe und Herzen gedrängt und gezogen werden und die Menschen dazu neigen, ein ständig wachsendes Buffet an Wahrheiten, alternativen Wahrheiten und konkurrierenden Erzählungen zu konsumieren, wird der Akt des Menschseins in Frage gestellt. Wer unterdrückt wen? Was tadelt uns und wann explodiert die Stille?

Dieses Stück ist ein vorsichtiger, aber gewagter Einstieg in die Schatten unseres Wesens. Was auftaucht, ähnelt Marionetten, die manipuliert und instrumentiert wurden, Wahrheiten in Lügen verwoben und eine Million verwirrter Fäden aus Geschichten, Erzählungen und Stimmen aus unserer Lebenszeit und denen, die vor uns gekommen sind.

Entworfen und von Yasmeen Ghrawi und Zandile Darko aufgeführt, stützt sich dieses Stück auf Bewegung und Text. Es ist aus einer Vielzahl historischer und kultureller Erzählungen entstanden, die in die genetische Kodierung und das Ahnengeflecht der beiden ausführenden Körper eingraviert sind.

At a time of heightened polarization when minds and hearts are being pushed and pulled, and people tantalized to consume an ever-growing buffet of truths, alternative truths, and competing narratives the act of being human(e) is put to question. Who oppresses who?

 

What censures us and when does silence explode into expression? This piece is a cautious yet daring entry into the shadows of our being. What emerges resembles puppets manipulated, and orchestrated, truths woven into lies, and a million entangled threads of stories, narratives, and voices from our life time, and from those who have come before us.

 

Devised and performed by Yasmeen Ghrawi and Zandile Darko this piece draws on movement and text, and is born of a multitude of historical and cultural narratives etched into the genetic coding and ancestral twine of the two performing bodies.

Choreographie & Tanz: Zandile Darko, Yasmien Ghrawi

Boys Don't Cry

20 min // Israel

„I am afraid that if I stop moving, I will feel it all. It will sink inside – the loneliness, the impotence, the taste of tears that goes down the throat. So I never stop – from a party to another, from one man to another, never leaving enough space to feel the void.“

 

Die alte und neue Wahrnehmung von Männlichkeit wird durch eine Reise auf der Erinnerungsspur eines Mannes im Wandel reflektiert. Es ist eine Katharsis, eine Erkenntnis, dass ein Mann den Erwartungen der Gesellschaft nie gerecht werden wird. Dies ist der Moment, in dem ihm die absolute Freiheit gewährt wird.

'I am afraid that if I stop moving, I will feel it all. It will sink inside – the loneliness, the impotence, the taste of tears that goes down the throat. So I never stop – from a party to another, from one man to another, never leaving enough space to feel the void.'

 

The old and new perception of masculinity is reflected in a journey on the memory trail of a man in transition. It is a catharsis, a realization that a man will never live up to society's expectations. This is the moment when absolute freedom is granted to him.

Choreographie, Tanz und Stimme: Yotam Peled

Musik: People Skills / Town of Diana

Yotam Peled

LOCATION

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

KESSELHALLE

LOCATION

Annalisa Palmieri

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

KESSELHALLE

Der Fremde

6 min // Italien

"Everything we see hides something, and we always want to see what is
hidden behind what we see. There is an interest in what is hidden, what
the visible does not show us. This interest takes the form of an intense
sensation, a sort of conflict, we could say, between the visible that is
hidden and the visible that is present." – René Magritte.

 

Es ist die Kunst, mich in meiner eigenen Zeit zu verlieren, mit zögernden Schritten zu wandern und die eigene Person zu bekräftigen. Es ist der Ausdruck von etwas, das von innen her wächst. Ein Teil von euch, der da ist, versteckt, schlummert, ist der "Teufel, der die Nächte beißt und zerstört, und das ist weder gut noch schlecht".

 

Es ist ein intensiver Kampf, der sich von innen heraus vollzieht und sich außen in gezogenen Bewegungen bis an die Grenze widerspiegelt. Ein kontinuierlicher Fluss von Emotionen, gespeichert in einem von meiner Person bestimmten Raum

und die Musik, die einen Ort symbolisiert, der sich weder weiterentwickelt, noch sich um das kümmert, was gerade passiert, real und abstrakt zugleich, in einer Zeit, die ihr eigenes Tempo bestimmt.

 

Ein Gespräch mit den verschiedenen Teilen von mir, die ihren Weg finden wollen, in eine intime und düstere Umgebung, in der alle Erinnerungen, Handlungen und

Obsessionen vorübergehen, in einen Raum, in welchem alle Energien enthalten sind, unfähig, zu explodieren.

 

"Everything we see hides something, and we always want to see what is
hidden behind what we see. There is an interest in what is hidden, what
the visible does not show us. This interest takes the form of an intense
sensation, a sort of conflict, we could say, between the visible that is
hidden and the visible that is present." – René Magritte.


It is the art of losing myself in my own time, of wandering with hesitant steps
and of affirming one's own person. It is the expression of something that grows from within. A part of you that is there, hidden, dormant, is the "devil who bites and destroys the nights and this is neither good nor bad".


It is an intense struggle that takes place from within and is reflected on the
outside with dragged movements that reach the edge. A continuous flow of emotions stored in a space determined by my person and the music which symbolize a place that doesn’t evolve nor seems to care about what is going on, an immutable presence, real and abstract at the same time, which travels on it’s own rails.


A conversation with the different parts of me that seek to make their way into
an intimate and gloomy environment, where all the memories, actions and
obsessions pass through generating a dense space in which all the energies
are contained unable to explode.

Choreographie & Tanz: Annalisa Palmieri

Mahalia Horvath

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

KESSELHALLE

LOCATION

Shoes to lose

ca. 30 min // Schweiz

 

Wie weit gehen Menschen, um sich geliebt zu fühlen?
Wir sehnen uns alle im Herzen nach Nähe und Geborgenheit. Nach Liebe. Doch in der heutigen Gesellschaft mit den vielen medialen Einflüssen wird Liebe und das verliebt sein oft verwechselt. Man strebt nach Erfolg, Macht oder Ansehen, mit den meisten Followern auf Instagram. In 'Shoes to lose' versucht eine junge Frau durch ihr perfektes Leben in den sozialen Netzwerken, ihre Vorstellung einer romantischen Liebe zu finden. Sie zwängt sich in Rollen, verbiegt sich, sucht Anerkennung und Erfolg und verliert sich dabei immer mehr.

How far are people willing to go to feel loved?

We all long for closeness and security in our hearts. For love. But in today's society with its many media influences, love and being in love are often confused. One strives for success, power or reputation, with most followers on Instagram. In 'Shoes to lose' a young woman tries to find her idea of a romantic love through her perfect social life. She squeezes herself into roles, bends, seeks recognition and success and loses herself more and more.

 

Regie: Remo Philipp & Mahalia Horvath

Performerin: Mahalia Horvath

KLICK BUTTON

DONNERSTAG 23.05.2019

Festivalstimmung – Angebote zum weiter tanzen, in die Sauna gehen, am Lagerfeuer ins Gespräch kommen und Impro-Jam.

Festival atmosphere - offers to continue dancing, going to the sauna, talking together at the campfire and impro-jam.

Karl Lagerfeuer

LOCATION

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

MAGAZINKELLER

Karl Lagerfeuer aka Kalle Fornia Kalle

The Brother from another Cover spielt mal wieder mit dem Feuer.

Aufgepumpte Beats und abgewetzte Hits.